17.12.08

Die Stopfkunden sterben aus

Stopfkunde, wer denkt sich so ein Wort aus. Das klingt nach Verdauungsschwierigkeit und so in etwa ist es wohl auch. Und so fühlt es sich auch an, wenn man selbst ein Stopfkunde ist. Heute morgen wäre ich fast einer geworden, denn die Dame am Postschalter wollte mir noch ein Girokonto verkaufen und ich hätte mich fast auf eine Beratung eingelassen, wenn nicht hinter mir noch eine Schlage von müden Wartenden gewesen wäre. Ich hatte sofort das Gefühl zum Stopfkunden zu werden, ohne zu wissen, dass es so ein Wort gibt. Und ohne zu wissen, dass es durch die eine, zentrale Warteschlange in den Postfilialen soetwas wie Stopfkunden, also jemanden, der eine ganze Reihe durch eine längere Interaktion mit dem Postbeamten aufhält, nicht mehr geben kann. Ja, das Ein-Schlagen-Prinzip sorgt dafür, dass jeder so schnell wie möglich dran kommt, und zwar FIFO. Wenn dann einer stopft, dann ist das nicht so schlimm, denn es gibt ja (hoffentlich) noch wenigstens einen weiteren Schalter an dem es dann weitergeht.
Und woher ich das weiß? Aus diesem SZ Artikel. In dem steht auch, wie lange man etwa warten muss:
Als Faustregel gilt: Wenn die Zahl der noch wartenden Kunden größer ist als die Zahl der besetzten Theken mal zwei ist, wird es kritisch.
Links:
>> sueddeutsche.de: Muss die Warteschlange so lang sein?

8.12.08

Computerspielen auf Staatskosten

... die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) veranstaltet seit einiger Zeit spezielle LAN-Partys für Erziehungsberechtigte, um diesen den Reiz von Games näher zu bringen. Die Eltern sollen lernen und nachvollziehen können, was ihren Nachwuchs eigentlich so sehr an Computerspielen fasziniert.
Wo gibt's das? Ich muss da hin, sonst kann ich vielleicht meinem Erziehungsauftrag nicht optimal nachkommen. Kann man sich den Verdienstausfall vielleicht von der Krankenkasse zahlen lassen?

Gefunden bei silicon.de

Unterhaltung mit der Deutschen Telekom

Ich habe ja die Deutsche Telekom schon lange hinter mit gelassen. Und das mit großer Genugtuung. Ich habe zu lange gelitten. Dass andere auch noch heute unter der Telekom leiden, ist mir aus dem näheren Umfeld bekannt (wobei auch sich auch Arcor nicht mit Ruhm bekleckert hat, eine Freundin musste das erst kürzlich teuer über sich ergehen lassen). Aber nun hat es auch den Journalisten Achim Killer erwischt. Und was macht ein Journalist, den Unbill widerfährt? Er schreibt darüber ;-)

Profis hingegen wissen: Es gibt immer einen Single-Point-of-Failure. Dessen Bestimmung ist, wie's das Wort schon sagt: to fail. Und er hat auch einen Namen. Im konkreten Fall heißt er wie so häufig Deutsche Telekom. Das ist die Erkenntnis Nummer 1.

Die ganze Geschichte gibt es bei silicon.de

3.12.08

Aus dem Kinderzimmer in den Untergang

Eltern haben es beim Anblick unaufgeräumter Kinderzimmer schon immer vorausgesagt und jetzt ist es wissenschaftlich bewiesen: Unordentliche Kinder landen früher oder später in der Gosse.
So oder so ähnlich sind die Ergebnisse einer Studie zu interpretieren, die festgestellt hat, dass "Graffiti, Müll und andere Anzeichen fehlender öffentlicher Ordnung die Hemmschwelle senken, Normen zu verletzen".
Wenn man also beim Anblick einer umgedrehten Lego-Kiste oder der über den Boden verteilten Barbie-Kleidern einen Tobsuchtsanfall mit starkem Drang zu übertriebener Gewaltanwendung bekommt, dann ist eine verständliche, ja zu tiefst menschliche Reaktion. Denn das Elternteil ist dann angesichts des vorgefundenen Chaos einerseits Opfer einer unmittelbar gesenkten Normen-Hemmschwelle. Hinzu kommt die elterliche moralische Verpflichtung die schutzbefohlene, zu erziehende Verursacherin (oder Verursacher) dieses häuslichen Chaos' davon abzuhalten, mit Matchbox Autos oder gebrauchten Klamotten den Grundstein für eine völlige Verwahrlosung nicht nur des Kindes und seiner unmittelbaren Umgebung, nein des ganzen Stadtteils zu legen. Und das vielleicht sogar noch am gleichen Nachmittag.
Die gesamte Bedeutungsschwere dieser Worte ergibt sich aus der Lektüre dieses SZ-Artikels: Verwahrloste Straßen, verwahrloste Sitten

26.11.08

Zwanghafte Videogamer können nichts dafür ...

... und süchtig sind sie auch nicht. Es ist vielmehr ein soziales Problem: Wenn ich zuhause keine Ansprache habe und ich draußen keine Freunde finde, dann ist Computer-Spielen ein Ausweg (und keine Sucht im eigentlichen Sinne). So oder so ähnlich formuliert es ein britischer Wissenschaftler.

Link:
>> silicon.de: Zwanghafte Videogamer doch nicht süchtig

16.11.08

Ein bisserl Pupertät würd nicht schaden

Unter der Überschrift "Die Alten haben die Weisheit nicht gefressen" fordern zwei Wissenschaftler, Herr Ralpf Dawirs und Gunther Woll im Interview der FAS: Jugend an die Macht.

Konkret geht es um zwei Aspekte, die nur kurz angerissen werden:
  1. Schule nur bis 14, dann ein offener Bildungmix aus Schule, Universität und praktischer Schulausbildung
  2. Aktives und passives Wahlrecht ab 14.
Während Punkt 1 im Interview kaum ausgeführt wird (und dennoch interessant kling) werden die Argument für Punkt 2 genannt:
  • Die Politik würde menschlicher, da Kinder und Jugendliche andere Werte haben als die Alten
  • Junge Menschen haben mehr Phantasie, Probleme würden offener angegangen
Nun, meine Meinung? Ich kann mir das durchaus vorstellen. Das Hauptargument gegen die Herabsetzung des Wahlalters ist immer: Junge Leute lassen sich zu stark beeinflussen, die Persönlichkeitsbildung und somit die Meinungsbildung sei noch nicht abgeschlossen. Auch wenn ich mich diesem Argument nicht ganz verschließen kann, so ziehe ich aus meiner persönlichen Beobachtung des Wahlverhaltens der letzten Jahre den Schluss, dass die Volljährigen, die da zur Wahl gegangen sind, auch hochgradig beeinflusst waren und deutliche Zeichen von unvollständiger Persönlichkeits- und Meinungsbildung gezeigt haben.

Es kann daher nur besser werden, wenn die Jungen mitmischen.

Siehe auch: Die Alten stehen den Jungen im Weg

17.10.08

Lösen Atomkraftwerke unsere Umweltprobleme?

Natürlich nicht, aber Atomkraftwerke werden (wieder) als sichere und umweltfreundliche Stromquelle diskutiert. Peter Schwartz argumentiert (text, mp3) ziemlich schlüssig für diese These, vor allem, weil er daran glaubt, dass die aktuelle und mehr noch die zukünftige Technik alle Probleme und Kritikpunkte der Vergangenheit beseitigen. Das hat meine Meinung zu dem Thema deutlich beeinflusst.

In einem ebenfalls längeren Podcast des BR wurden aktuelle Argumente pro Atomkraft einzeln bewertet und teilweise widerlegt. Sehr interessant. Ebenfalls wichtig für meine Meinungsbildung.

14.9.08

Danke Lucy

Vor ein paar Tagen habe ich morgens etwas länger geschlafen und hatte es entsprechend eilig. Ich stehe im Bad und putze mir die Zähne. Lucy fragt, ob ich noch mit ihr spielen wolle, worauf ich sagte: "Lucy, das geht nicht. Ich muss gleich in die Arbeit. Bin spät dran. Ich habe nicht einmal mehr Zeit zum Frühstücken." Und was macht Lucy? Sie läuft in Küche und macht mir ein "Pausenbrot" für die Arbeit und packt es in passende Boxen. Danke, Kleines. Das war einfach .. supersüß.


It's the Gesellschaft, stupid, the Gesellschaft

Ich grübel schon länger über eine bestimmte Frage. Diese Frage beginnt mit "Was ist eigentlich das Problem mit ...". Erstaunlich aber wahr, die Antwort heißt wahrscheinlich: "Weil man es nicht tut". Und warum? Man tut bestimmte Dinge nicht, weil sie von der Gesellschaft sanktioniert sind.

Ein Beispiel: Nackt über den Marienplatz zu laufen ist nicht per se ungesund. Man wird davon nicht taub oder bekommt Haarausfall. Man wird davon auch nicht dumm oder unglücklich. Man hat unmittelbar danach auch nicht weniger Freunde oder einen geringeren Kreditrahmen. Nein, es ist kein Naturgesetz damit verbunden, wie der Apfel, der vom Baum fällt.

Man läuft ganz einfach deshalb nicht nackt über den Marienplatz, weil es gesellschaftlich nicht akzeptiert ist. Vor allem, wenn es um "heilige Kühe" geht. Die indirekten Folgen einer solchen "ungehörigen Handlung" sind nämlich leider kaum abzusehen und in der Regel negativ. Gerade in einer Zeit, wo die Privatsphäre schwindet und das Internet nichts vergisst. Wenn man alt ist, kann einem das egal sein. Wenn man jung ist, ist einem das oft egal, weil man sich für unbesiegbar und die Welt für korrupt hält. Und doch leben wir alle in einer Welt, in der manche Dinge nicht logisch sein müssen um doch allgemeingültig zu sein. Man tut manche Dinge nicht einfach nur deshalb nicht, weil man sie nicht tut. Das kann in einem anderen Ort, einem andern Land oder zu einer anderen Zeit schon wieder ganz anders sein. Wer es dennoch tut, muss mit den Konsequenzen leben, früher oder später.

Fragen auf schwierige Fragen sind manchmal banal einfach.

Ah, und wer mich nackt über den Marienplatz laufen sehen will, den muss ich enttäuschen. Mit fast 40 könnte ich es wohl mir antun, nicht aber meiner Umwelt.

12.9.08

Leadership by being there

Christopher Magyar's #1 secret to leadership is "being there", thus giving your people the confidence that you will stand for what you say, and that you will be with them if the going gets tough. Woody Allen's "Eighty percent of success is showing up" surely comes with a wink.

10.9.08

Sexuelle Verwahrlosung bei Kindern?

Im Buch "Deutschlands sexuelle Tragödie" beschreiben die Autoren das, was ihrer Meinung nach auf deutschen Schulhöfen und vor allem in deutschen Sozialwohnungen heute bittere Wahrheit ist:
Mädchen haben im Schnitt zwischen elf und zwölf Jahren das erste Mal Geschlechtsverkehr, Jungen nur ein Jahr später, Aufklärung findet über Pornos statt, die Pärchen auf dem Schulhof küssen sich nicht mehr, weil sie das im Porno nicht gezeigt bekommen, Zwölfjährige haben Gruppensex, der Partnerwechsel wird unter Teenagern zur sportlichen Herausforderung, Verhütung spielt kaum eine Rolle.
Die Hauptursache seien ...
[...] einschlägige Internetseiten, Filme und nicht zuletzt [...] das enthemmte Verhalten ihrer Eltern [...]. Viele Kinder, vor allem die der „sogenannten Unterschicht“, hätten schon früh ein Drehbuch zum Sex im Kopf, der Sex werde zur Droge, „die fehlende Liebe und Geborgenheit und Werte ersetzt“. Perspektivlosigkeit, das Gefühl, nichts wert zu sein, befördere den Trend, Bestätigung in der Sexualität zu suchen, erläutert Siggelkow.
Auch die deutschen Behörden und die meisten anderen Studien ein deutlich positiveres Bild zeichnen, so sehe ich hier eine Entwicklung, die unsere Gesellschaft ebenso treffen wird, wie sie bereits die Amerikanische getroffen hat (siehe Buchlinks unten).

Unsere Kinder werde wir wohl nur durch
- sexuelle Aufklärung
- Wertevermittlung
- Medienkompetenz
- Selbstbewusstsein
vor Fehlern bewahren können. Dabei geht es mir nicht darum Sex zu Dämonisieren, sondern meinen Kinden ausreichend Zeit und Verständnis zu geben um neben einer körperlichen Reife auch eine geistige Reife zu entwickeln. Diese scheint mir die Grundlage für einen "gesunden" Umgang mit Sexualität zu sein. Was auch immer das heißt. Gruppen- und Leistungsdruck, sowie Suchtverhalten gehören jedenfalls nicht dazu.

Die Protagonistin aus Charlotte Roches Feuchtgebiete könnte durchaus das Opfer einer solchen sexuellen Überforderung sein. Frau Roche hat durch ihr Alter und Ihre Arbeit bei den Jugendsendern sicher den Finger am Puls der Zeit. Und wer sich die täglichen Nachmittags- und Vorabendshows auf MTV und VIVA reinzieht, weiß, dass es im Leben eh nur einen geilen Arsch, Muskeln und sexuelle Höchstleistung zu gehen scheint. Ja und witzig, intelligent (aber nicht zu anstrengend) und irgendwie süüß steht noch auf der Dating-Checkliste. Und wer "schon mal im Vorstellungsgespräch Sex hatte", startet gleich mit Coolness-Punkten um die Bitch des Tages.

Äh, Bitch ist ja bereits old school. Heute ist man ja eine Slut und stolz drauf. So wie viele 12-jährige Mädels (in Amerika).

Links:
>> welt.de: Gruppensex mit zwölf und von Pornos aufgeklärt
>> Pornified: How Pornography Is Transforming Our Lives, Our Relationships, and Our Families

8.9.08

Chinglish

Nach Denglisch und Spanglish kommt nun Chinglish auf die Amerikaner zu und letztlich wohl auch irgendwann auf uns, denn schon heute sprechen mehr Chinesisch Englisch als Amerikaner.

Dear Amber - Chinglish in Reverse

Das nervtötenste Spielzeug der Welt



Ein geniales Mitbringsel für die Kinder des Chefs.

Why is the world so screwed up?

Men.

How do we fix it?

Women.

Von wherethehellismatt.com/faq.shtml

Und Reisetipps für Frauen (von der gleichen Site):

Do you have any safety advice for women travelers?
I'm reluctant to chime in for reasons that should be overwhelmingly obvious. I can only offer two non-useful statements that are somewhat at odds. The first I say often to anyone who'll listen, regardless of circumstance: the world is much safer than we are led to believe. The second is that there've been many times when traveling alone that I've felt grateful for being a man. It's an unfortunate reality that members of my gender can often make it a pain in the ass to be a woman.
In lieu of giving any real advice, I'll direct you to Beth Whitman and her site, Wanderlust and Lipstick. She's infinitely more qualified to respond to that inquiry. Beth literally wrote the book on the subject. Beth's email address is her first name @ her domain.

28.8.08

Du stinkst! Selba!

Mit fast 40 Jahren stehe ich so viele Metaebenen über den meisten kläglichen Angriffen gegen meine Person, dass ich es mir leisten kann wie ein Kind zu reagieren und dabei auch noch meinen Spaß zu haben. (Krasser Satz, oder?). Aber als Kind und hier habe ich direkt das Beispiel meiner "Großen" vor Augen, ja für ein Kind ist ein Satz wie "Du stinkst!" ein harter Brocken, auf den sie eigentlich nur verletzt reagieren würde: "Stimmt nicht, Du bist gemein, selber!"

Leider tut man damit dem verbalen Angreifer einen Gefallen und bereitet den Weg für weitere Attacken und bis letztlich zu körperlicher Gewalt führen können. Wenn ich aus wenig glorreichen Vergangenheit als Win Tsung/Blitzdefence Schüler etwas behalten habe, dann die: Mache dich nicht zum Opfer. Ein Angreifer meidet die Starken (und hier sind nicht Muskeln gemeint). Mit einer hilflosen Reaktion auf einen unerwarteten Angriff macht man sich aber leider zum Opfer.

In der FAS wurden letztens ein paar Abwehrstrategien für Kinder vorgestellt, die durchaus helfen können. Es wird sogar empfohlen die Situation zu üben.

"Du stinkst" sagt Dein Feind ...
  1. Übertreiben: Warte, bis ich die Schuhe ausziehe.
  2. Ironisieren: Was du nicht sagst.
  3. Kontern: Da passen wir ja gut zusammen. Du bist halt mein Vorbild.
  4. Verwirren: Aber das reimt sich doch gar nicht.
  5. Ins Leere laufen lassen: Da bleiben mir unangenehme Leute wenigstens vom Hals.
Welche davon bei Lucy funktioniert, müssen wir wohl erst ausprobieren.

Links:
>> Nachhilfe in Schlagfertigkeit

Nachtrag (8.9.2008):
Wie wäre es aber mit einer anderen Strategie: Die "immer 2-mal stärker" Strategie. Die Amis haben das wohl Shock and awe genannt. Das würde heißen: Wenn dir einer blöd kommt, knall ihm/ihr eine. Schlag immer zweimal stärker zurück als du selbst angegriffen worden bist. Das sollte irgendwann (vielleicht sogar schon sehr früh) zur Aufgabe des Gegners führen. Die Abschreckung sollte Nachahmer abschrecken.

Oder die "turn the other cheak" Strategie? Was aber bringt mehr? Ungerechtigkeit erdulden oder konsequent bekämpfen? Die Gewalt-Frage ist eine der für mich ungeklärten Erziehungsfragen. Sie lässt sich leider auch nicht mit Werten beantworten. Denn Würde und Gerechtigkeit sind für mich auch wichtige Werte. Vielleicht sogar wichtiger als Gewaltfreiheit. Muss ich schlimmstenfalls selbst zum Mobber werden um nicht Opfer von Mobbing zu werden? Ich hoffe nicht.

27.8.08

Emily ist nicht real!



Ihr Gesicht stammt aus dem Computer.

Gefunden bei Terra Nova als Link auf Times Online

Der Kuh-Kompass

Wissenschaftler der Universität Essen-Duisburg haben herausgefunden, dass sich Kühe immer entlang der Nord-Süd-Magnetlinien ausrichten. "Dass sich größere Säugetiere am Magnetfeld der Erde orientieren, war bisher vollkommen unbekannt", erläutert Sabine Begall, Doktorin am Institut für Biologie. (Quelle)


Nein, wie praktisch!

26.8.08

Make yourself obsolete every 18 months

Die brilliante Charlene Li verlässt Forrester. Unter anderem, weil sie geschäftliche und private Verpflichtungen nicht mehr unter einen Hut gebracht hat:
As any working parent knows, there’s no such thing as balance – only a series of compromises on both the work and home front.
Noch ein bemerkenswertes Zitat aus Ihrer Abschiedsnachricht:
I was once asked what was the best career advice I ever received -- and it was to plan for job obsolescence every 18 months, because research showed that people typically master a job in that time period and fall into a routine.

Links:
>> Forrester: Why I'm leaving Forrester

8.8.08

Zum Gruseln: Boston Dynamics' Big Dog

Ich glaube, es war Paul Saffo, der sagte, die nächsten 15 Jahre werden von der breiten Einführung von Robotern geprägt werden. So wie die 1980er von der Einführung billiger Laser profitierten und darauf folgend CD-Spieler und DVD billige wurden, so würden die kommenden Jahre von der aktuellen Entwicklung billiger Rechner und Sensoren profitieren

Auch wenn er als Beispiel selbständige Staubsauger und selbstfahrende Autos nannte, so lässt es mich schon schauern, wenn man sieht, wie weit die Entwicklung von "richtigen" Robotern (mit Beinen) heute schon ist:



http://www.bostondynamics.com/content/sec.php?section=BigDog

1.7.08

Kluge Eltern schenken


Großartig! Großartig! Danke, liebe SZ, du hast mir den Tag versüßt. In einer Zeit, in der Eltern immer mehr Geld aber immer weniger Hirn haben, und die Kinder nicht unter Mangel an Intelligenz fördernden Geschenken, sondern unter Mangel an klugen Eltern leiden, ist diese Werbung geradezu ein politisches Statement.

10.6.08

Warum Impfen wichtig ist ...

... und Sorgen vor den Nebenwirkungen des Impfens übertrieben. Das hat eine informative Sendung auf WDR aufgezeigt: Quarks & Co.

18.4.08

OneWordADay - Learning tips

USE THE WORD TODAY

Find an opportunity to use the new word TODAY - Try to smuggle the new word into a telephone conversation, discussion or e.mail message during the course of today.

THE 24-HOUR RULE

Your memory for new words will be dramatically improved if you repeat your learning AFTER 24 hours. Besides learning your daily word, I strongly advise you to REVIEW YESTERDAY’S WORD . This will double your learning effectiveness. You can do this easily on the OWAD site by clicking the link at the end of each day’s word explanation.

OFFICE ENGLISH LOTTO

Create an English competition with colleagues in your office. Before you click the One-Word-A-Day answer make bets about which definition is correct. 10 points if first choice correct, 5 points if second choice correct. Nominate winner of the week, winner of the month, winner of the year...

COFFEE BREAK

Involve a colleague in your office in your English wordpower development - take a few minutes in the coffee or lunch break to test each other with the words you would especially like to remember.

STORY TELLING

Children learn very effectively through stories, so can you. Create a mini-story for those words you have the most trouble remembering. As a review, make a point of reading the OWAD min-stories we send you.

SKY-WRITING

Close your eyes and imagine a jet plane writing your word with a huge vapour trail across the sky

RECALL SOME SYNONYMS

When you learn the new word, recall other English words with similar meanings - having alternative ways of saying something gives you more precision and flexibility in speaking.

MIRROR-WRITING

Leonardo wrote his notes in mirror-writing, from right to left. Be like Da Vinci and write your new word as it would appear in reflection. The extra effort may help you learn it (another variation is to write the text upside down).

GERMAN-ENGLISH FLASHCARDS

The well-known technique of writing each word on a single card is a useful, transportable learning help. Write the German translation on the reverse side.

GRAFFITI YOUR COMPUTER SCREEN

Write the new word in red ink (water-soluble) in an area your computer screen which you often click. Whenever you click, say the word,... at day's end when you clean the screen, BINGO! you'll know the word!

LEARN OPPOSITES

Many words have natural opposites (antonyms) - rich/poor, heaven/hell, boom/bust,... by also checking opposites you are completing your understanding of the concept and filling-in gaps in your personal wordpool.

USE FEELINGS

How do professional actors learn their lines? They practice their material in complete sentences and they speak them out loud with feeling. We often remember things when feelings are involved - place the new word an emotional sentence, and say it several times with PASSION.

CONTEXT IS THE CLUE

Write out the context sentence on a small card, but leave a BLANK for the new word. Check yourself in spare moments by reading the sentence and remembering the missing word (TIP: if the word is particularly difficult, write the first four or five letters in the blank space lightly in pencil

MAKE AN ICON

Draw a personal symbol or icon to represent each new word. For instance draw a cloud to represent the word "rainmaker". Put this symbol on a Post-It note and say the word whenever you see the symbol.

USE A NATIVE SPEAKER

Engage English native speakers in conversation about the new word. Ask them to pronounce it and to give you a definition or synonym. Ask them to create a sentence with the word in it.

TEACH TO LEARN

A great way to learn is to teach! Explain your word-of-the-day to a colleague or friend, provide an example and if necessary a memory aid. Test your friend after 60 minutes, and the next day. Teach it, and you'll remember it.

MAKE A “DONKEY BRIDGE”

The phrase “donkey bridge” does not exist in English. We use the Greek word “mnemonic” or “memory aid”. By creating a visual bridge with something you know in German you can often remember the word - example: the phrase “donkey bridge” is a mnemonic to help ME remember your German Eselsbrücke!

POST-IT

Write your new word on a Post-It Note and stick it on your telephone - whenever the phone rings, or before you make a call, say the word to yourself, or out loud.

RECORD THE WORDS ON CASSETTE

Make a cassette recording of the words you want to learn and listen to these in your car. Here is a suggested format:
1. speak the German translation (or English definition),
2. PAUSE for 5 seconds (to give you time to answer).
3. speak the word.

WRITE WITH YOUR LEFT-HAND

Try using your non-dominant hand (for most people the left hand) to note down any new words you want to learn. Many people find the effort of doing this helps them remember the word!

FINAL THOUGHT: USE SEVERAL STRATEGIES

To learn a specific word, don’t rely on just one of the strategies given above. Use several techniques. Try them all out and see which ones work best for you. Learning really is more effective if it is fun, use the techniques you enjoy!
From: OneWordADay

22.3.08

USA 2000

Es hat nur ein paar Jahre gedauert aber nun ist es vollbracht. Mein Bruder und ich waren im Jahr 2000 auf zwei Harleys durch den Westen der USA getuckert. Dies ist der Film dazu:

http://www.heike-und-stefan.de/ urlaub/usa2000/USA2000.wmv

21.3.08

Groß und klein


Links:
>> Virutal Artists Alliance: Universcale

Second Life + Geoaching = SLGeocaching

Dafür, dass Heike und ich so aktive Geocacher sind, steht hier doch relativ wenig über unserer regelmäßigen Auflüge.



Schon vor einiger Zeit bin ich auf die SLGeocacher aufmerksam geworden. Das sind Leute, die zwei seltsame Hobbies zusammenbringen: Second Life und Geocaching. Das Prinzip ist das gleiche. Jemand versteckt einen Cache, andere müssen ihn finden. Einzig die Anreise ist rein körperlich weniger aufwändig. Die Suche ist manchmal genau so schwierig, denn wer jetzt sagt: "Aber Du hast doch die Koordinaten.", der hat Cachen eh nicht verstanden.

Ach ja, es gibt noch eine Gemeinsamheit. Die Webseite von www.slgeocaching.com ist mindestens genau so grauenhaft und Newbie-unfreundlich, wie die Webseite von www.geocaching.com. Aber wie wir alle wissen: Wer ohne Schlamm in den Schuhen, verkratzen Armen und zwei Zecken am Oberschenkel nach hause kommt, der war nicht wirklich cachen. Und da sind Widrigkeiten schlecht gemachter Webseiten vernachlässigbar.

19.3.08

Farbfotos aus den 30ern und 40ern


Erinnerungen der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts müssen nicht notgedrungen in schwarz/weiß sind. Die Library of Congress hat unglaublich tolle Aufnahmen nach Flickr gestellt.

18.3.08

Was kann ich als Einzelner schon ausrichten?

Wenn es einem mehr um die Sache geht und weniger um das eigene Ego, dann bietet dieser Vortrag sicher eine ganze Reihe von Antworten. Er vergleicht die vielen NGO/NPO Initiativen mit dem menschlichen Immunsystem.

Links:
>> Paul Hawken - The New Great Transformation
>> The Wiser Earth Project
>> The Long Now Foundation

14.3.08

Ein Hindernis, das keines ist

Man möchte meinen, dass wenn ein Hindernis (in diesem Fall eine große Säule) vor einem Notausgang steht, dann würde das die Flucht panischer Menschen behindern. Tatsächlich erzeugt die Säule aber "Luftlöcher im Menschenstrom", die einerseits zu einem schnelleren "Abfluss" von Fliehenden führen und andererseits die Verletzungsgefahr reduzieren.



Link:
>> The Sim That Saves People from Each Other

tHIs iS PHUn

2D Physik zum selbst probieren. Ich erinnere mich mit leichtem Schauer an XSpringies, mit denen ich die Grundlage für meinen Studienabbruch gelegt habe.



Link:
>> Phun - 2D physics sandbox

10.3.08

shitty first draft: wie man sich das leben leichter macht

Wenn man wie der Hase vor der Schlange vor einem leeren Blatt Papier sitzt und nicht weiß, wie man anfängt, nur weil man noch vor dem ersten Wort Angst hat, nicht den "richtigen" Anfang zu finden, dann hilft vielleicht dieser Tipp:

Erlaube dir eine erste richtig schlechte Version von dem, was du schreiben willst. Einen "shitty first draft". Etwas, das so schlecht sein darf, dass du es vielleicht nur in Auszügen oder gar nicht verwendest.

Dieser Trick sollte jede Schreibhemmung aufheben. Denn "irgendwas" fällt einem immer ein. Und wenn es nur der Gedanke ist: "Mir fällt nichts ein, weil ...". Hier hilft dann vielleicht auch die Toastmasters Trickkiste.

Links:
>> 43folders: Anne Lamott - shitty first draft
>> nontraditional strategies for Table Topics

2.3.08

"... die religiös Moderaten sind das eigentliche Problem."

Die meisten Weltreligionen ertragen keine Religion neben sich und sehen Gewalt als probates Mittel die anderen Religionen und deren Anhänger von Planeten zu fegen. So steht es in den heiligen Büchern, so ist es der geschriebene der Wille des jeweiligen Gottes. Die liberalen gesellschaftlichen Errungenschaften der meisten europäischen Gesellschaften (einschließlich der Menschenrechte) sind den wahren Gläubigen ein Dorn im Auge, denn sie sind Ausdruck von Unglaube. Dabei gibt es wohl keine heilige Schrift, die ihre eigene "Interpretation" oder "großzügige Auslegung" explizit zulässt. Auf dem Weg zum Gottestaat ist es daher die heilige Pflicht eines Jeden, die aktuellen Gesellschaftsformen durch die vom jeweiligen Gott vorgegebene Werte, Normen und Gesetze zu ersetzen. In einigen Religionen kann die Erlösung für die Welt erst erfolgen, wenn diese von Ungläubigen befreit ist.

Die größte Gefahr für unser ALLER Leben und Friede geht dabei nicht von den wenigen wahren Gläubigen, den religiösen Eiferern aus. Man erkennt sie, denn sie verstecken sich nicht. Man weiß, was sie vorhaben, denn es steht in ihren Büchern. Die größte Gefahr sind die religiös Moderaten, ...
"... who give cover to the fundamentalists by not challenging them. The moderates say that all is justified because religion gives people meaning in their life."

“I’ve read the books,” Harris said. “God is not a moderate.”

“We have no reason to expect to survive our religious differences indefinitely. Faith is intrinsically divisive. We have a choice between conversation and war.” It was conversation that ended slavery, not faith. “Faith is a declaration of immunity to conversation. To make religious war unthinkable, we have to undermine the dogma of faith. The continuance of civilization requires not moderation, but reason.”
Links:
>> Sam Harris - “The View From The End Of The World” (mp3)
>> FAS: "Mir macht Angst, dass Sie so viel Verständnis haben."

26.2.08

Sex-Bücher für meine Kinder

Zwei Bücher, die ich meinen Kindern sicher einmal vorlegen werden (nachdem ich sie gelesen habe). Ich hoffe, wir Eltern haben aber auch schon vorher bei den Themen "richtiges" Körperbewusstsein und Sexualität/Sex nicht völlig versagt.

Nachtrag (23.06.2008):
Habe Feuchtgebiete jetzt gelesen. Meine Meinung: Nicht die Aufregung wert. Teilweise unfreiwillig komisch. Mit Sicherheit kein Augenöffner. Ich bin mir nicht einmal sicher ob und was meine Kids davon lernen könnten. Ich befürchte nichts Positives. Dafür ist die Protagonistin einfach zu verstört und verbittert. Wenn Charlotte Roche mit diesem Buch eine Message verbinden wollte, dann wäre diese (für mich) leichter zu entdecken gewesen, hätte sie nicht ganz so dick aufgetragen.

22.2.08

MasterClips Taufbecken Browser

Was das Netz nicht alles aufhebt. Ende der 90er haben wir mal das ClipArt-Paket MasterClips gekauft. Da war diese automatisch übersetzte Dokumentation dabei. Wir haben uns damals schon scheckig gelacht!
MasterClips Taufbecken Browser läßt Sie ansehen, druckt, und schließt keine der 2,000 wahre Art-Taufbecken in der Sammlung an. Die 2000 Taufbecken, die eingeschlossen wurden, die den Taufbecken Nutzen benutzen, mögen angeschlossen werden, oder durch Windows. Die Taufbecken und die gesunden Wirkungen sind nicht zugänglich durch den Browser.
und so weiter ...
>> http://forum.cinefacts.de/showthread.php?t=162297

20.2.08

Poseballs sei dank

"And on the 7th day Linden Gods found their residents something to do ..."

Second Life wäre ärmer ohne sie: Poseballs

15.2.08

Woran erkennt man einen verliebten Mann?

[...] wholly to be a fool
while Spring is in the world

my blood approves,
and kisses are a better fate
than wisdom[...]
Wer so etwas schreibt (in seinen Liebesbriefen), auf den trifft wohl auch das hier zu:
... He was in love. Obviously he was. You could see it in his face. ... Women when the are in love they have a beatific look. They shine, their face is shining. They look like Botticelli painted them. Men look supid. They look as if somebody hit them over the head with a baseball bat. And you could tell that he was deeply in love. ...
Links:
>> A Prairie Home Companion
>> The News from Lake Wobegon Jan. 26, 2008 @07:26
>> Poems by E. E. Cummings (aus NFLW Feb. 2, 2008 @ 09:00)

14.1.08

Die Musikindustrie verzichtet auf DRM - hoffentlich auch auf quälende Trailer (hart aber gerecht ... )

... denn hart sind nicht Strafen für die Raubkopierer, sondern der Zwang sich jedes mal wieder (und wieder und wieder) die bescheuerten "Mami, wieviel mal müssen wir noch singen" Einspieler Filme ansehen zu müssen, wenn man eine DVD einlegt. Z.B. die DVD mit Laras Stern Folgen, wovon bei uns jeden Abend eine andere dran kommt. Das heißt das Betthupferl beginnt immer mit einem "hääääpi bööörsdai toooouuu yooooouuuu". Das ist nur hart und gar nicht gerecht.



Aber scheinbar hat die Musik/Video-Industrie wenigstens in Ansätzen erkannt, dass die generelle Kriminalisierung ihrer Kunden die Umsatzrückgänge nicht wirklich stoppen kann. Willkommen im neuen Jahrtausend, meine Herren.

Links:
>> Music giants give up on DRM

13.1.08

Ist Monogamie die Ursache allen Übels?

Mehrere Autoren und Autorinnen sehen in der vertraglich geregelten Zweisamkeit (in der Beziehung, im Job, ...) die Ursache für viele Ermüdungserscheinungen in unserer Gesellschaft. In Dave Pollards Blog werden z.B. Laura Kipnis' und Glen Partons Thesen vorgestellt:

Laura Kipnis, despite the title of of her 200-page "polemic", is not Against Love. Rather, she's against the trappings, the rules, the rituals that our culture imposes on love relationships. She goes even further -- she sees marriage, the institution, as every bit as repressive, suffocating and unnatural as our mind-numbing employment in modern hierarchical organizations, and draws strong parallels between the slavery of the workplace and the slavery of the matrimonial home. [...] it's very similar to the argument that Glenn Parton made in his essay posted first on these pages last year entitled "Love Politics". Glenn's argument is that we have become so emotionally numbed by our twin bondage to job and marriage that it has made our hearts cold and hard, uncaring of the plight of our planet and of others, and that this is a direct cause of the destruction of our world. "If I'm miserable, why should I care about anyone else?" Dare to love more than one person, he suggests, and the shackles of this self-imposed imprisonment are broken, and the inrush of emotion will shock us into awareness of, and eagerness to heal, the massive emotional and physical illness of our entire planet.

Links:
>> how to save the world: against love
>> how to save the world: A Case Against Monogamy

11.1.08

Computerspiele helfen gegen chronische Schmerzen besser als Medikamente

Das mit den Glückshormonen scheint nicht nur zu massiver Übernächtigung zu führen, sondern auch zu einer Art Selbstmedikation bei chronischen Schmerzen. Wahrscheinlich sogar zu beiden. Das ist meine Vermutung. Tatsächlich ist die wahre Ursache für die guten Erfolge bei der Unterdrückung von chronischen Schmerzen mit Computerspielen noch nicht gefunden.

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>> Video games treat chronic pain better than drugs