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25.1.13

Was der Like-Button auf Facebook verrät (Achtung vor dem Ex)

Seit in paar Tagen gibt es eine neue Facebook-Funktion: Graph Searches. Hiermit kann man in den Daten aller Facebook-User suchen. Damit spuckt Facebook die Profile von Leuten aus, die z.B. jüdischen Glauben haben und Schweinefleisch mögen oder verheiratet sind und Prostituierte mögen. Was der einzelne daraus macht, ist seine Privatsache aber dass es nun für jedermann möglich ist, nach solchen Zusammenhängen zu suchen, sollte einem klar sein.
 
Man sollte daher immer bedenken: Was man im Internet macht, ist praktisch öffentlich - vor allem die Posts und Linkes auf Facebook. Die Gefahr hierbei kommt weniger von Leuten, die man (noch) nicht kennt (z.B. der nächste Arbeitgeber), sondern von Leuten, die man (noch) kennt (z.B. die verbitterte Ex-Freundin):

Most of the danger online comes not from strangers making half-assed joke searches: it comes from people who know you. A lot of the public data fails what I call the ‘bitter ex test’: can someone who hates you ruin your life with that information?

>> http://actualfacebookgraphsearches.tumblr.com/

13.11.12

Amanda Todd: I can never get that photo back

Ein Mädchen macht einen lächerlich dummen Fehler im Videochat, wird hintergangen, wird gemobbt und nimmt sich nach drei Jahren Hetzjagd das Leben. Solche Geschichten passieren leider immer wieder, und meistens nimmt die Welt nicht einmal Notiz. Zu viele Menschen sterben täglich.
Vielleicht ist es in diesem Fall anders. Denn Amanda Todd hat kurz vor Ihrem Selbstmord noch ein Video aufgenommen, in dem sie ihre Geschichte erzählt. Die Bilder sind einfach und eindringlich. Sie bleiben im Kopf, vor allem dieses hier:
Vielleicht war ihr Tod nicht völlig umsonst. Vielleicht kann sie mit diesem Video Leben retten, indem Sie andere Kinder vor zu leichtfertigem Umgang mit dem Netz warnt. Und uns Eltern, die die wichtige Aufgabe haben, unseren Kindern den Umgang mit dem Netz beizubringen.

Link:
>> My story: Struggling, bullying, suicide, self harm

22.6.11

Politik für Kinder

Aus der FAS habe ich folgende Links für politisch interessierte Kinder und Jugendliche:

http://www.kuppelkucker.de/
Das Internetangebot des Deutschen Bundestages für Kinder. kuppelkucker.de richtet sich an Kinder zwischen 8 und 14 Jahren.

http://www.mitmischen.de/
Jugendlichen bietet der Deutsche Bundestag das Jugendportal mitmischen.de.

http://www.hanisauland.de/
Aufwändige und ständig aktuelle Comicgeschichte (mit Podcast) für Jugendliche zwischen 8 und 14. Ggf.sogar früher.

Übrigens, die Suchmaschine http://www.blinde-kuh.de/ und der Kinderseiten-Verbund http://www.seitenstark.de/ kommen jetzt bei mir öfter zum Einsatz.

13.2.10

Kwedit - genial und sehr bedenklich

Kwedit ist ein neuer Dienst aus Amerika, bei dem Kinder und Jugendliche, die noch über keine Zahlungsmittel verfügen, schnell und einfach online einkaufen können. Kwedit wird vor allem bei virtuellen Waren, sprich in Online-Communities und Spielewelten explosionsartige Verbreitung finden. Warum? Weil die Kinder sofort einkaufen gehen können und dafür nicht mehr als ein "Versprechen" abgeben müssen, das Versprechen zu einem späteren Zeitpunkt den Kaufpreis nachzureichen.


Als Geschäftsidee ist das natürlich genial, denn es stößt den Markt zu all den Kindern auf, die online gerne Geld ausgeben möchten aber immer erst fragen müssen (und dann meistens ein "Nein" ernten). Leider wird Kwedit Millionen Kinder und Jugendliche in die Schuldenfalle treiben. Ein Kwedit-Versprechen ist nämlich schnell gemacht, aber um dieses anschließend einzulösen braucht man Kohle und die ist nicht ganz so leicht aufgetrieben.
Als die Sparkassen vor Jahren EC-Karten für Jugendliche ausgegeben haben, war der Aufschrei groß. Ich bin gespannt, wann und wie das Wehklagen über Kwedit (und den aus dem Boden sprießenden Nachahmern) sein wird.
Ich denke, wir werden schon bald Kinder sehen, die noch bevor sie auf dem Radar der Schufa sind, einen miserablen Kwedit Score haben. Der Hinweis, den die Kwedit-Betreiber für die Eltern haben, klingt nicht nur in meinen Ohren zynisch: Kwedit würde den Kindern helfen mit Geld umzugehen, und im Übrigen läge es ohnehin in der Verantwortung der Eltern, was ihre Kinder im Internet machen.
"We believe it's a good idea for parents to monitor their teens' on-line activities. [...] teens can let their parents see their balances [...] Talk to your teenagers about money. Learning about money is a skill and educational foundation that helps them succeed in the future."
Der Tipp, mit den Kindern über Geld zu reden, ist sicher richtig und gut. Aus dem Munde von Kwedit klingt das aber wie ein Zigarettenverkäufer, der sagt: "Hey, Deine Kinder sollten eigentlich wissen, dass rauchen ungesund ist."

9.2.10

Meine Daten kriegt ihr nicht

Johannes Caspar, der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, ist deshalb in Sorge. Er fürchtet, dass die Schüler die Risiken der "digitalisierten und vernetzten Gesellschaft" nicht mehr bewältigen können, wenn sie nicht das technische und soziale Verständnis dafür erhielten. Deshalb hat der Datenschutzbeauftragte eine Aufklärungskampagne für Schüler gestartet. Sie trägt den Titel "Meine Daten kriegt ihr nicht". Das Pilotprojekt dazu läuft an einer Hamburger Gesamtschule.

"Datenschutz ist Bildungsaufgabe und sollte daher gerade in der schulischen Ausbildung eine besondere Rolle spielen", sagt Caspar. Das Leben in der virtuellen Welt müsse eingeübt werden wie das Verhalten im Straßenverkehr, denn der Weg durch die Cyber-Welt sei nicht folgenlos.

Weiter auf welt.de: "Das Netz vergisst nicht"

Die Idee: Kinderpornos einfach löschen!

Ein Löschgesetz für Kinderpornografie? Was ist das denn für eine Nebelbombe? Brauchen wir dann etwa bei Falschgeld auch noch ein Vernichtungsgesetz?

@weiss2go Wow! #FDP will #Kinderpornos löschen lassen! Jetzt noch ein Gesetz gegen #Dummheit macht FDP wieder wählbar. http://bit.ly/dACJs5 #fb

8.2.10

Haben wir uns nicht schon einmal getroffen?

Dass man im Internet nicht wirklich anonym ist und unerkannt bleibt, hat sich inzwischen schon herumgesprochen. Neu war aber auch für mich, dass man aus aus der Browserkonfiguration so viele Informationen herauslesen kann, dass man einen Nutzer unter Hundertausenden wiedererkennen kann.

Aber das ist ja alles kein Problem, denn "If you have something that you don't want anyone to know, maybe you shouldn't be doing it in the first place." oder "Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten."

Link:
>> EFF: Panopticlick Test
>> Valleywag: "Secrets are for filthy people"
>> Daten-Speicherung.de

20.5.09

Internetfilter und gegen was sie helfen

Als Vater und Mensch ist klar, jedes Mittel muss genutzt werden um Gewalt gegen Kinder einzudämmen, allem voran sexuelle Gewalt. Als ehemaliger Internet Service Provider weiß ich, dass einfache Internetfilter dafür ungeeignet sind.

Welche Möglichkeiten es gibt und wer tatsächlich von Filtern profitiert erfährt man in einem guten Podcast von B2 IQ Wissenschaft und Technik.

23.2.09

Sexting - Mit 13 vor Gericht

Zu den zahllosen Möglichkeiten, sich selbst schon im Kindesalter den Rest des Lebens nachhaltig zu versauen, ist eine weitere gekommen: Herstellung und Verbreitung von Kinderpornographie. Und das aufgrund einer gefährlichen Mischung von pubertärer Neugier, Naivität und Unwissenheit.



Handy und Internet machen es möglich. Kinder und Jugendliche, die sich selbst nackt in lasziven Posen fotografieren und diese Bilder weitergeben, gehen zwei erhebliche Risiken ein: Einerseits werden diese Bilder früher oder später "in die falschen Hände" geraten und somit zu Mobbing und massiven gesellschaftlichen Problemen führen. Vielleicht schon in der Schule, vielleicht auch erst später. Andererseits kann man - zumindest in den USA - auch schon als Kind für die Herstellung und Verbreitung von Kinderpornographie belangt werden.
What's more disturbing -- that teens are texting each other naked pictures of themselves, or that it could get them branded as sex offenders for life?
Der ganze Artikel auf salon.com.

Und selbst wenn man rechtlich ungeschoren davon kommt (das Risiko für eine Anklage dürfte eh ziemlich gering sein), das Internet vergisst nicht (und hier liegt das eigentliche Problem). Die Online-Reputation ist schneller zerstört als aufgebaut. Dabei werden peinliche Party-Fotos von alkoholbedingten Aussetzern irgendwann als "Jugendsünden" akzeptiert. Öffentliche Nacktbilder - vor allem von Frauen - "verjähren" nicht ...
Let me get this straight: Today's teenagers, who are products of the electronic age, still don't understand the permanence of a digital record?
I've been reading with prescient horror about "sexting," the 21st-century equivalent of getting to third base. Sexting may not be new, but its potentially deadly consequences are in the news. A little background:
Sexting is act of sending, by text or by email, boudoir pictures of yourself to a girlfriend or boyfriend, the one who is, like, for sure marrying you after high-school graduation. For my generation, it might seem as naughty as flashing your boyfriend during a Flock of Seagulls concert. The only harm back then: his teammates would find out, and you'd avoid the cafeteria for a week.
The act of emailing nude pictures of your underage friend can bring charges of child pornography. And that little felony can ruin your life.
What's happening now is much more dangerous, and... wait for it... possibly felonious.
When dream boy cuts a girl loose (or vice versa), he still has her sexy pictures in his phone, and within seconds of the lover's spat, he can instantly soothe his bitter soul by digitally spraying his friends' cellphones with her racy shots.
Even if he sobers up the next day and says he's sorry, each of his teammates has feasted on her personal porn. Eventually, they tell two friends… and so on... and so on.
It goes without saying this is more of a problem for girls than boys, as sexual "reputations" are mostly damaging to one teenage gender.
While the rumor mill can eventually die away, sexting leaves permanent evidence, and it can be devastating. In fact, girls caught up in its blowback have reportedly been ostracized, taunted, and even physically assaulted.
In one girl's case, her mother said it led to suicide.
(Zitat von hier)

26.3.07

Die Eltern einbinden - auch bei der Internetnutzung

klicksafe.de initiiert eine nationale Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Medienkompetenz im Internet. Die Zielgruppen dieser Kampagne sind Kinder und Jugendliche, Eltern, Pädagogen, Multiplikatoren sowie Anbieter von Internetseiten, aber auch die breite Öffentlichkeit.

17.10.06

Eltern haften für ihre Kinder - auch im Internet

Wer seine Kinder unbeaufsichtig im Internet surfen lässt, geht damit nicht nur ein menschliches Risiko ein, sondern nach neuester Rechtsprechung auch ein finanzielles: Law-Blog: Eltern haften für ihre Kinder - Störerhaftung reloaded